Zusammenfassung
Dieser Artikel erklärt, wie Sie in OpenSolar die Funktion für Horizontverschattung nutzen, um Verschattungseffekte durch weit entfernte Landschaftsmerkmale wie Berge oder Bergrücken zu modellieren – also Hindernisse, die zu weit entfernt sind, um von 3D-Modellierungswerkzeugen erfasst zu werden. Sie lernen:
Was Horizontverschattung ist und wann sie eingesetzt wird
Wie man .hor-Dateien im Design hochlädt und verwaltet
Welches Format für benutzerdefinierte Horizontverschattungsdateien erforderlich ist
Durch die Nutzung dieser Funktion können Sie die Genauigkeit von Ertragsprognosen verbessern, insbesondere in bergigen oder hügeligen Regionen.
Was ist Horizontverschattung?
Horizontverschattung beschreibt Verschattung durch weit entfernte, erhöhte Objekte, die sich am oder nahe dem Horizont befinden, wie zum Beispiel:
Berge
Hohe Hügel
Entfernte Baumlinien
Im Gegensatz zur Nahverschattung, die mit OpenSolar 3D oder Satellitendaten modelliert wird, definiert Horizontverschattung die Verschattung über einen Winkel je Azimutrichtung und simuliert, wie die Sonne bei tiefem Sonnenstand (z. B. bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang) blockiert wird.
OpenSolar nutzt diese Daten, um zu berechnen, wie viel solare Einstrahlung zu bestimmten Tages- und Jahreszeiten blockiert wird, wodurch die Genauigkeit der Systemleistungsmodelle verbessert wird.
Wie man Horizontverschattung in OpenSolar verwendet
Befolgen Sie die folgenden Schritte, um Horizontverschattung in Ihrem Design anzuwenden.
OpenSolar 3D aktivieren
Öffnen Sie die Design-Seite Ihres Projekts.
Klicken Sie oben rechts auf die Schaltfläche Design Mode.
Wechseln Sie in den 3D-Modus.
Klicken Sie auf Select, um die 3D-Umgebung zu aktivieren.
Hinweis: Die Schaltfläche für Horizontverschattung erscheint nur, wenn OpenSolar 3D aktiviert ist.
Kompatible Kartenebene aktivieren
Eine der folgenden Kartenansichten muss aktiv sein:
Google 3D
Nearmap 3D
None (für manuelles Design)
Horizontverschattungs-Einstellungen öffnen
Klicken Sie auf eine beliebige Modulgruppe (Horizontverschattung wirkt sich auf alle Arrays im Projekt aus).
Gehen Sie im linken Einstellungsmenü zum Abschnitt Shading.
Klicken Sie auf die Schaltfläche Horizon Shading, um den Upload-Manager zu öffnen.
.hor-Dateien hochladen oder verwalten
Im Horizontverschattungs-Interface:
Klicken Sie auf Upload New Horizon File, um Ihre eigene .hor-Datei hochzuladen.
Verwenden Sie das Papierkorbsymbol, um eine vorhandene Datei zu löschen.
Zoomen Sie anschließend im Studio-Modus heraus, um das angewendete Horizontprofil visuell zu überprüfen.
Sie können außerdem zum Shading-Abschnitt der Moduleinstellungen zurückkehren, um die Verschattungswirkung der Horizontdaten einzusehen.
Wie man eine Horizontverschattungsdatei (.hor) formatiert
Eine .hor-Datei muss zwei Spalten enthalten:
Azimut (Grad)
Horizontwinkel (Grad)
Jede Zeile definiert den Höhenwinkel des Horizonts für eine bestimmte Azimutrichtung.
Hinweise zum Format:
Azimutwerte können in folgenden Bereichen angegeben werden:
–180° bis +179° (0° = Süden)
oder 0° bis 359° (0° = Norden)
Sie müssen nicht alle 360° definieren – nur die Azimut-Winkel-Paare, die relevante Hindernisse darstellen.
Nicht definierte Azimute werden automatisch als 0° (keine Verschattung) angenommen.
Die Datei kann in einem beliebigen Texteditor erstellt und als .hor gespeichert werden.
Tipps
Verwenden Sie Horizontverschattung in bergigen oder hügeligen Gebieten, in denen herkömmliche 3D-Modelle entfernte Hindernisse nicht erfassen können.
Überprüfen Sie das hochgeladene Horizontprofil visuell im Studio-Modus.
Halten Sie .hor-Dateien einfach und übersichtlich – definieren Sie nur die relevanten Azimutrichtungen.
Bearbeiten Sie Horizon-Dateien immer im reinen Textformat, um Kompatibilität sicherzustellen.
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