Zusammenfassung
Die Dual-Tilt-(Ost-West-)Designfunktion von OpenSolar ermöglicht es Solarexperten, die tägliche Energieproduktion zu maximieren, indem sowohl Morgen- als auch Nachmittagssonne optimal genutzt wird. Diese Konfiguration eignet sich ideal für Flachdächer und platzbeschränkte Standorte wie städtische Gebäude oder bodenmontierte Systeme, bei denen herkömmliche Süd- oder Nordausrichtungen nicht realisierbar sind.
Mit einer Ost-West-Konfiguration können Sie:
die Modul-Dichte erhöhen
eine gleichmäßigere Ertragskurve erreichen
begrenzte horizontale Flächen optimal nutzen
Diese Anleitung zeigt Ihnen, wie Sie in OpenSolar ein Dual-Tilt-System konfigurieren – mithilfe anpassbarer Einstellungen zur Optimierung von Layout, Abständen und Verschattungsanalysen.
Warum ein Dual-Tilt-Design wählen?
Im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen mit nur einer Ausrichtung bieten Ost-West-(Dual-Tilt-)Konfigurationen folgende Vorteile:
gleichmäßige Energieverteilung über den gesamten Tag
geringere Neigungswinkel, wodurch Reihenverschattung reduziert wird
dichtere Modulplatzierung auf flachen Flächen, was den Systemertrag pro Quadratmeter erhöht
So konfigurieren Sie ein Dual-Tilt-System in OpenSolar
Befolgen Sie diese Schritte, um ein Dual-Tilt-Design zu erstellen:
Auf die Design-Seite zugreifen
Öffnen Sie das gewünschte Projekt und wechseln Sie zum Design-Tab.
Module hinzufügen
Wählen Sie das passende Modul aus Ihrer Hardwarebibliothek aus.
Klicken Sie auf die „+“-Schaltfläche, um Module auf der ausgewählten Fläche zu platzieren.
Montagemodus ändern
Im linken Einstellungsmenü ändern Sie den Racking Mode von:
Flush ➝ Dual-Tilt
Firstausrichtung festlegen
Geben Sie die Ridge Direction ein, um die Modul-Ausrichtung zu definieren:
Für die typische Ost-West-Ausrichtung: 180°
Neigung anpassen
Ändern Sie die Relative Tilt, um den Neigungswinkel festzulegen, mit dem jede Seite des Arrays zur Sonne ausgerichtet ist.
Erweiterte Einstellungen für Dual-Tilt
Im Tab Advanced Settings können Sie das Layout weiter verfeinern:
| Einstellung | Beschreibung |
|---|---|
| Ridge Spacing | Abstand zwischen den Spitzen (Ridges) benachbarter Dual-Tilt-Reihen |
| Valley Spacing | Breite des Gehwegs oder der flachen Sektion zwischen den Dual-Tilt-Basen |
| Module Spacing | Abstand zwischen einzelnen Modulen innerhalb einer Reihe |
| Frame Spacing | Nord-Süd-Abstand zwischen Modulrahmen oder modularen Blöcken |
| Frame Width | Breite der gesamten Rahmenstruktur |
| Frame Height | Höhe des Montagegestells über der Oberfläche |
Nach Eingabe der Werte passen Sie die Anzahl der Module an, um die verfügbare Fläche möglichst effizient zu nutzen.
Verschattungsanalyse
Wechseln Sie in den Shading-Tab der Moduleinstellungen.
OpenSolar zeigt die Verschattungsleistung pro Ausrichtung:
Azimuth 1 (Ostseitig)
Azimuth 2 (Westseitig)
Nutzen Sie diese Ansicht, um:
die solare Einstrahlung beider Neigungsseiten zu vergleichen
mögliche Hindernisse oder Selbstverschattung zu erkennen
Neigungswinkel und Abstände entsprechend zu optimieren
Beispielkonfiguration
In der OpenSolar-Oberfläche werden u. a. folgende Bereiche visualisiert:
Basic Settings Menu
- Festlegen von Neigung, Azimut und Montagemodus.
Advanced Settings Menu
Anpassung von Abständen, Dimensionen und Rahmenparametern.
Verschattungs-Tab
Anzeige der Verschattungswerte pro Ausrichtung sowie Optimierungsmöglichkeiten.
Abschließende Tipps
Ost-West-Systeme funktionieren am besten auf Flachdächern oder offenen Freiflächen.
Achten Sie auf ausreichendes Valley Spacing für Zugänglichkeit und reduzierte Verschattung.
Nutzen Sie die Verschattungsanalyse, um die Produktion zwischen Ost- und Westseite auszugleichen.
Berücksichtigen Sie regionale Sonnenverlaufsdaten bei Azimut- und Neigungseinstellungen.
Video-Anleitung:
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